Der Ortsgemeinderat hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, das Grundstück in der Industriestraße 8 zu erwerben. Bisher kennt man das Gelände als Standort der Firma Unkel-Getränke. Nach deren altersbedingter Geschäftsaufgabe bot sich für die Ortsgemeinde die Gelegenheit, das Areal zu übernehmen und für eigene Zwecke sinnvoll weiterzuentwickeln.
Neuer Standort für den Bauhof – praktikabel und zukunftsfähig
Ein zentraler Bestandteil der Planung ist die Unterbringung des Gemeindebauhofs. Nachdem Brachbach wieder über einen eigenen Bauhof mit entsprechendem Fuhrpark und Geräten verfügt, war bislang eine Übergangslösung in einer angemieteten Halle in der Industriestraße 26 notwendig.
Das nun erworbene Gelände bietet ausreichend Platz für Fahrzeuge, Geräte, Lagermöglichkeiten sowie für die notwendigen Sozialräume der Mitarbeiter. Damit erhält der Bauhof einen dauerhaften, funktionalen Standort, der die tägliche Arbeit erleichtert und langfristig Planungssicherheit schafft.
Auch der Infrastrukturservice zieht mit um
Ebenfalls auf dem Gelände untergebracht wird künftig der gemeinsame Infrastrukturservice der Verbandsgemeinde Kirchen und der Ortsgemeinden Brachbach, Harbach, Kirchen, Mudersbach und Niederfischbach. Dieser war bislang ebenfalls in der Industriestraße 26 untergebracht. Künftig nutzt der Infrastrukturservice die hinteren Hallen auf dem neuen Gelände, die von der Ortsgemeinde angemietet werden. So entstehen kurze Wege und eine sinnvolle Bündelung kommunaler Aufgaben an einem Standort.
Teilfläche für neue gewerbliche Nutzung vorgesehen
Ein Teil des Geländes – rund 1.200 Quadratmeter – soll veräußert werden. Ziel ist es, dort einen neuen Gewerbebetrieb anzusiedeln. Damit können nicht nur neue Arbeitsplätze vor Ort entstehen, sondern auch zusätzliche Einnahmen für die Ortsgemeinde, die wiederum allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.
Alter Bauhof nicht mehr geeignet
Eine Rückkehr des Bauhofs an den früheren Standort in der Marienstraße ist nicht möglich. Durch eine Änderung des Bebauungsplans liegt das Gebäude heute in einem reinen Wohngebiet, sodass der dort entstehende Lärm und der Betriebsverkehr nicht mehr zulässig wäre. Zudem würde der Platz für eine gemeinsame Nutzung mit dem Infrastrukturservice nicht ausreichen. Das Gebäude wird inzwischen sinnvoll vom Heimatverein genutzt und bleibt so weiterhin Teil des dörflichen Lebens.